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Die Investition in Wertpapiere ist für den deutschen Durchschnittsbürger zwar nach wie vor nicht so gewöhnlich, wie dies in den USA der Fall ist. Dennoch konnten immer mehr Bundesbürger in den letzten Jahren ihre Scheu vor den Finanzmärkten hinter sich lassen und so ihren Wohlstand durch gezielte Investments in ausgewählte Wertpapiere vermehren. Allerdings ist es nur allzu verständlich, wenn in der absoluten Situation wieder eine gewisse Skepsis grassiert: Immerhin scheint die internationale Ordnung nicht nur politisch aus den Fugen geraten zu sein. Die bedrohliche Kombination aus der Verschuldung vieler westlicher Industrienationen und einer zunehmenden Ohnmacht bei der technischen Kontrolle der Spekulation mit Finanzprodukten lassen geradezu auf die nächste internationale Finanzkrise warten. Daher stellt sich die berechtigte Frage, wie Privatanleger selbst in dieser Situation auf die Mischung aus Chance und Risiko reagieren sollen.

Die Ruhe bewahren in einem zunehmend volatilen Marktumfeld

Seit der letzten großen Finanz- und Weltwirtschaftskurse konnten zuletzt an den Börsen wieder regelmäßig neue Kurshöchststände beobachtet werden. Allerdings sind diese Kurse mehr und mehr ein Produkt der Spekulation und bilden nur mehr zu einem sehr geringen Maß die wirkliche Realwirtschaft der hinter den verschiedenen Titeln stehenden Unternehmen ab. Das liegt nicht zuletzt daran, dass verschiedene Notenbanken verschiedener Industrienationen über die Jahre hinweg schier unglaubliche Summen an Liquidität in die Märkte gepumpt haben. Damit ist es zwar gelungen, einerseits Banken und Unternehmen zu entlasten und andererseits die Zinsbelastung durch die Schulden der Staatskassen selbst zu mindern. Auf der anderen Seite wurde aber nicht nur den privaten Sparern mit der Niedrigzinsphase geradezu das Geld aus der Tasche gezogen. Auch die europäischen Banken können mit dem aktuellen Zinsniveau nicht die nötigen Gewinneerwirtschaften, um langfristig rentabel als wirklich große Player am internationalen Parkett operieren zu können. Da sich der Wind der Notenbanken nun mehr und mehr in Richtung einer Anhebung des Zinsniveaus dreht, liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass außer so manchem Staat auch gar nicht so wenige Unternehmen mit dem Problem einer faktischen Überschuldung konfrontiert sein könnten. Dies würde aber angesichts der geringen Margen im Bankengeschäft nicht nur die Unternehmen selbst in Bedrängnis bringen, sondern relativ unmittelbar auch eine neue Bankenkrise heraufbeschwören. Angesichts dieser komplexen Zusammenhänge kann es für Privatanleger durchaus schwer sein, bei der ohnehin nicht immer einfachen Wahl zwischen konservativer Investition und risikofreudiger Spekulation einen kühlen Kopf zu bewahren. Schließlich könnte die Liste an Unsicherheiten für die globale Wirtschaft noch nahezu unendlich weitergeführt werden: Der angestrebte Rückzug Russlands aus dem System des US-Dollars als Leitwährung, die Herausforderung der globalen Klimakrise, die Endlichkeit diverser Rohstoffe und der damit verbundene Kostendruck auf die Wirtschaft sowie die zunehmende Anfälligkeit des globalen Finanzsystems für “Panikreaktionen” – es ist wahrlich keine Schande, wenn sich jemand in diesem Dickicht aus Fallstricken nicht auf den ersten Blick zurechtfindet.

Absicherung vs. Chancen auf Gewinne

Vor dem Hintergrund der möglichen Spekulation mit Digitalwährungen wie Bitcoins erscheinen ETF’s so manchem alten Hasen auf dem Börsenparkett vielleicht wie ein alter Hut. Allerdings bringt die Kopplung automatischer Prozesse mit der Anlage riesiger verwalteter Geldsummen verschiedener Finanzverwalter es mit sich, dass selbst kleine Kursschwankungen von Wertpapieren gewissermaßen ein Erdbeben an den Märkten auslösen können. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, wie Sie sich in verwirrenden Dickicht der möglichen Finanzprodukte für eine Investition oder Spekulation mit liquiden Mitteln verhalten sollen, so können Sie in den Seminaren der Geldlerngang-Akademie das entsprechende Fachwissen erwerben. Analysieren Sie unter fachkundiger Anleitung den für Ihre persönliche Situation optimalen Investitionstyp und finden Sie die passenden Produkte, um auch in einem volatilen Marktumfeld Ihr Geld bestmöglich für Sie arbeiten zu lassen.

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Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
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