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Viele Privatanleger verwenden die Begriffe “spekulieren” und “investieren” mehr oder weniger synonym bzw. mit einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich des Unterschieds zwischen den beiden Begriffen. Dabei macht es in der Regel nicht nur steuerlich, sondern auch sonst einen großen Unterschied, ob man investiert oder spekuliert. Ein gewisses theoretisches Basiswissen zu den Mechanismen des Finanzmarkts ist unerlässlich, wenn die eigene Entscheidung für einen bestimmten Anlagetyp möglichst gut auf die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen im Leben zugeschnitten sein soll.

Ob investieren oder spekulieren – das Ziel bestimmt den Weg

In der Regel sollten Sie bei jeder Form einer finanziellen Anlageentscheidung nicht aufgrund der Anlage selbst eine Entscheidung treffen, sondern schon vorab Ihre Ziele kennenlernen und genau definieren. Schließlich hängt von Ihren finanziellen Wünschen und Planungen zu einem großen Maß ab, mit welchem Zeithorizont und wie riskant Sie Ihr Geld anlegen können. Wenn Sie zum Beispiel hohe monatliche Fixkosten haben und Geld für den Kauf eines neuen Autos in etwa zwei Jahren ansparen möchten, so verbietet sich eigentlich eine zu langfristig orientierte und außerdem spekulative Anlage. Stellen Sie sich immer die Frage, wie dringen Sie das eingesetzte Kapital benötigen und welche Risiken Sie wirklich mit gutem Gewissen eingehen können. So widerstehen Sie der Versuchung einer hohen Rendite, die quasi fast immer auch mit einem höheren Verlustrisiko “bezahlt” werden muss. Andre Kostolany hat dazu sehr treffen formuliert: Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren.” Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Schließlich spricht man von einer Spekulation, wenn eine Geldanlage eher unsicher ist und dafür bessere und schnellere Gewinnchancen bietet. Eine Investition dagegen bietet im Idealfall ein klar umrissenes Risiko mit fest planbarem Wertzuwachs. Hat jemand also viel Geld, kann er durchaus gewagter mit einem Teil davon spekulieren. Immerhin kann er es sich leisten, wie beim Glücksspiel mitunter den eingesetzten Vermögensteil zu verlieren. Mit wenig Eigenkapital sollte solide investiert werden, um langfristig Wünsche erfüllen zu können oder finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Wer dagegen so gut wie gar nichts auf der hohen Kante hat, kann auch nicht wirklich etwas investieren. MIt einem Startkapital von nur wenigen hundert Euro bleibt nur hoch spekulatives Daytrading, um in absehbarer Zeit Vermögen aufbauen zu können.

Mehr über die Möglichkeiten finanzieller Unabhängigkeit lernen

Auf https://geld-lerngang.de finden Sie Informationen zu Seminaren, in denen Sie die Vor- und Nachteile von Spekulation und Investition genauer kennenlernen können. So erarbeiten Sie sich unter professioneller Anleitung ein persönliches Profil zur Auswahl eines Anlagetyps, der Ihren finanziellen Möglichkeiten und Zielen entspricht.

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Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
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