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Die großen Megatrends unserer Zeit haben nicht nur Einfluss auf die tatsächliche Entwicklung unserer Lebensumwelt, sondern auch auf die Ertragschancen und Verlustrisiken von Geldanlagestrategien. Studierende der Economic Studies lernen schon früh, dass der Zins als Triebfeder der Wirtschaft gilt. Was aber bedeutet das, wenn die Zinsen der Zentralbanken bereits historisch niedrig sind und sich mit einer weltweiten Überschuldung bereits die nächste Finanzkrise und damit mitunter eine höhere Inflation ankündigt?

Grundzüge der Volkswirtschaft auf den Punkt gebracht

Der Begriff Deflation beschreibt eine ökonomische Situation, in der Papiergeld faktisch an Wert gewinnt, da seine tatsächliche Kaufkraft für Waren und Dienstleistungen mit dem Zeitverlauf ansteigt. Im Unterschied dazu spricht man von Inflation, wenn das Geld quasi an Wert verliert, weil man dafür über die Jahre hinweg aufgrund steigender Preise weniger bekommt als früher. Dieser Zustand ist von Ökonomen durchaus gewollt, sodass die Wahrnehmung, dass “alles immer teurer wird” langfristig im Durchschnitt durchaus zutrifft. Damit unser auf Wachstum basierender Wirtschaftskreislauf funktioniert, wird eine Inflation von etwa 2 Prozent im Jahr angestrebt. Da durch niedrige Ölpreise etc. die Inflation über Jahre unter dieser Marke lag, bekamen europäische Sparer als Quittung die Niedrigzins-Politik der EZB serviert. Allerdings befinden sich mehrere Notenbanken westlicher Industrienationen in einer Zwickmühle: Normalerweise wird der Leitzins gesenkt, um bei aufziehenden Krisen die Konjunktur zu stützen. Wie soll aber ein Zins gesenkt werden, der sich jetzt schon teilweise im Negativbereich bewegt? Das ist umso dramatischer, weil sich die Vorzeichen eines aufziehenden Gewitters am Himmel der Weltwirtschaft mehren.

Weltweite Überschuldung verheißt nichts Gutes

Nicht nur das europäische Sorgenkind Italien hat mit einer staatlichen Überschuldung zu kämpfen. Unsichere politische Verhältnisse haben auch Ländern wie der Türkei oder Venezuela neben ihrer massiven Überschuldung Inflationsraten beschert, unter denen die Bevölkerung zu leiden hat. Ab einen gewissen Punkt ist der Wertverlust von Papiergeld immerhin so hoch, dass die Wirtschaft gar nicht mehr wie gedacht funktionieren kann. Das muss für Anleger hierzulande bedeuten, dass Aktien aus diesen Ländern mit einem unwahrscheinlich hohen Risiko behaftet sind. Diese sollten also – sofern bereits vorhanden – nach Möglichkeit möglichst verlustarm aus den Depots entfernt werden.

Gut durchdacht gegen die Krise absichern

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Weltwirtschaft in die nächste Krise stürzt und die Höhenflüge der vergangenen Jahre an den Aktienmärkten vorbei sind. In den Seminaren der Geld-Lerngang Akademie können Sie sich das nötige Wissen aneignen, um sich eigenverantwortlich gegen Krisen abzusichern und außerdem ihr gespartes Vermögen wirkungsvoll gegen Inflationsverluste abzusichern.

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Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
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