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In Zeiten einer zunehmend von Spannungen durchzogenen Weltwirtschaft kann es für institutionelle und private Anleger gleichermaßen sinnvoll sein, sich bei der Auswahl einer Anlagestrategie an sogenannten “Megatrends” zu orientieren. Darunter versteht man sehr vereinfacht heruntergebrochen die ganz “groben Linien” der wirtschaftlichen Entwicklung, die unbeeindruckt von kurzfristigen Ausschlägen und Schwankungen das Wachstum oder den Niedergang ganzer Branchen beeinflussen können. Ein solcher Megatrend liegt in der weltweit zunehmenden Verschuldung der Staatshaushalte und den sich mehrenden Anzeichen für einen möglichen “Mega Crash” der Weltwirtschaft.

Die Zeichen stehen auf Sturm

Mittlerweile lässt es sich nicht mehr so einfach vom Tisch wischen: Allen Stimulierungsversuchen für die Wirtschaft und Finanzwirtschaft zum Trotz drehen momentan immer mehr Indizes der Wirtschaftsentwicklung tief in den negativen Bereich. So brechen nicht nur die Auftragsbücher vieler exportorientierter Unternehmen dramatisch ein, sondern auch viele anerkannte Börsenexperten warnen vor einem ganz großen Mega Crash. Dabei ist dieser Crash durchaus hausgemacht: Nach der letzten Finanzkrise im Jahr 2008 wurde die Wirtschaft mit den damals gesetzten Maßnahmen nicht nur wieder zum Laufen gebracht. Viele Verantwortliche in der Politik und den Zentralbanken haben es sich nach der Erholung nicht nehmen lassen, die Märkte und nicht zuletzt auch die Börsen mit immer neuen Anreizen zu wahren Höhenflügen zu beflügeln. Dabei wissen Volkswirte und Ökonomen nur zu gut, dass sich das Wirtschaftswachstum noch nie ohne gewisse Korrekturen und Einbrüche ins Unermessliche steigern ließ. Nun stehen wir an einem Punkt, an dem die Zinsen der Notenbanken gar nicht mehr weiter gesenkt werden können, weil sie sich zum Teil schon – kurioserweise – im negativen Bereich befinden. Dazu kommen weltweit zunehmende politische Spannungen, die wie ein Pulverfass auf die Stabilität der Weltwirtschaft wirken könnten.

Die Politik des lockeren Geldes

Über Jahre hinweg wurden Milliarden in das Finanzsystem gepumpt, um die “Stimmung” bei Unternehmen und Konsumenten auf weiteres Wachstum auszurichten. Nun scheint es aber nicht zuletzt auch durch eine zunehmend von Klimapolitik und Konsumkritik geprägte Haltung vieler Menschen so, als sei die Zeit des ewigen Wachstums ein für allemal vorbei. Während die EZB eine mögliche Zinswende in eine ferne Zukunft verschoben hat und Staatsanleihen mittlerweile von Anlegern auch zu negativen Zinssätzen gekauft werden, türmen sich die Darlehen der öffentlichen Hand vieler Länder trotz Investitionsstaus hoch in den Himmel. Führende Investment-Legenden der Börse wie Jim Rogers verweisen auf den Umstand, dass manche Aktien seit Jahren nur die Aufwärtsbewegung kennen – ein untrügliches Zeichen dafür, dass die in den Markt gepumpte Liquidität zum Teil bereits mehr als seltsame und ökonomisch nicht nachvollziehbare Blüten treibt. Immer mehr Akteure am Markt haben bereits erkannt, dass ein Mega Crash tatsächlich wahrscheinlicher geworden ist: Nicht nur Superreiche ziehen massiv Geld aus ihren Börsen-Portfolios ab, um dieses in Sachwerte bzw. in Gold zu investieren. Auch die Volksrepublik China hat damit begonnen, massiv US-Staatsanleihen (über das übliche Maß der für Währungen nötigen Stabilisierungsversuche hinaus) abzustoßen und dafür zusätzliche Vorräte an physischem Gold anzulegen. Überhaupt dürfte sich rund um den Brexit und den Handelskrieg zwischen den USA und China auch die Dynamik der Schwankungen der wichtigsten Währungen weltweit in der nächsten Zeit noch verstärken.

Politische Instabilität belastet den weltweiten Handel – wie nun als Anleger reagieren?

Momentan deutet nicht viel darauf hin, dass sich die weltweiten politischen Spannungen rasch in Wohlgefallen auflösen und somit der Wirtschaft und dem weltweiten Handel zu neuem Schwung verhelfen dürften. Privatanleger sollten sich vielmehr sehr genau informieren, wie sie ihre mühsam beiseite gelegten Ersparnisse für den Fall eines Mega Crashs absichern können. Dafür sollten Sie sich ein gewisses Grundwissen über die sinnvolle Streuung von Risiken und Chancen aneignen. Dieses können Sie sich in den einfach verständlichen Lektionen des Geld Lerngangs aneignen, um künftig solide Entscheidungen für Ihre finanzielle Zukunft und Altersvorsorge treffen zu können.

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Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
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