Ist die Globale Schuldenkrise zurück – oder war sie nie weg?

Die globale Staatsschuldenkrise ist nicht vorüber, ganz gleich, was Ihnen Medien oder Politik erzählen. Im Gegenteil! Die Staatsverschuldung hat sich in den Ländern der OECD beinahe verdoppelt. Nichts belegt die globale Schuldenkrise besser als Zahlen. Aus 25 Billionen US-Dollar im Jahr 2008 wurden in fast zehn Jahre über 45 Billionen US-Dollar Schulden. Damit stieg die Quote der Staatsverschuldung auf über 74 Prozent.

Die Schuldenspirale dreht sich weiter

Auf die OECD-Länder kommen in nächster Zeit gigantische Kosten zu. Sie müssen ihre Schulden abtragen und Löcher in ihren Haushalten stopfen. Mit der Zahlung der dafür notwendigen Beträge aber ist es lange nicht getan. So paradox es klingt, aber mit dem Schuldenabbau droht die Staatsverschuldung weiter anzusteigen. Warum? Weil beinahe parallel dazu die Bonität der Staaten sinkt. Und die schlechtere Bonitätseinstufung bei Staatsanleihen durch Rating macht für private Investoren und Sparer Staatsanleihen unattraktiv. Geld leihen wird für die Staaten deshalb teurer.

Auch die Banken sind im Boot

Was Ihnen niemand sagt: Auch die Zentralbanken sitzen mit im sinkenden Boot. Sie haben in den letzten Jahren nicht nur die Leitzinsen gesenkt. Im großen Stil kauften sie auch Staatsanleihen auf. Und das ist heute die berühmte Katze im Sack! Durch ihr Handeln sind die Zentralbanken heute mit mehr als 10 Billionen US-Dollar an der Staatsverschuldung der OECD beteiligt. Möchten Sie ein Beispiel? Die Institute in Schweden, Deutschland Großbritannien halten rund 30 Prozent von den marktfähigen Staatsverbindlichkeiten. In Japan sind es 40 Prozent. Das ist Dynamit in den Tresoren der Institute.

Die Phase niedriger Zinsen ist vorüber

Jetzt senkt sich auch die Zeit niedriger Zinsen ihrem Ende entgegen. Gerade wächst die Wirtschaft deutlich. Weltweit beträgt das Wachstum 3,7 Prozent. Die OECD Länder erwarten für das Jahr 2018 Zuwächse von 2,4 Prozent und in der Eurozone sind es immerhin noch 2,1 Prozent. Selbst die Inflation regt sich. Nach 0,8 Prozent im Jahr 2015 werden in diesem Jahr 2,1 Prozent erwartet. Deshalb wenden sich die Zentralbanken nun schrittweise von ihrer laxen Geldpolitik ab. Mit den steigenden Leitzinsen sinkt die Zahl der von den Zentralbanken gehaltenen Staatsanleihen.

Zeit für private Investoren

Deshalb müssen die Staaten sich nun nach anderen Investoren umschauen, um neben ihren Haushaltszahlungen auch hohe Zinszahlungen zu finanzieren. Zusätzlich erhöht die Fiskalpolitik der Länder den Geldbedarf. Denken Sie nur an die Steuerreform, die in den Vereinigten Staaten finanziert werden muss. Zusätzlich hilft man sich mit kleinen finanzpolitischen Tricks aus. Die OECD selbst empfiehlt etwa, auf Schulden mit einer Laufzeit einzuschwenken. Das soll die Belastungen der Refinanzierung in den Jahren der Fälligkeit gering zu halten. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Schulden steigt auf acht Jahre.

Immer weniger wert sind auch die Währungen. Kein Wunder, reagieren doch die Zentralbanken in jeder Krise mit dem Anwerfen der Gelddruck-Presse. Wie viel Geld die Institute in Umlauf bringen, unterliegt ihrer Entscheidung. Wahre Werte stehen schon lange nicht mehr hinter einst so starken Währungen wie Dollar oder Euro. Ausbaden müssen den massiven Verlust die Steuerzahler.

Lassen Sie sich also nicht täuschen. Und bringen Sie jetzt Ihr Geld in Sicherheit. Bleiben Sie informiert. Denn die Schuldenkrise ist nicht vorbei.

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