Die Magie der finanziellen Freiheit oder des finanziellen Untergangs?

Nahezu jeder strebt sie an, doch nur die wenigsten erreichen sie. Die Rede ist von der finanziellen Freiheit. Schon seit jeher regt alleine der Gedanke an sie zum Träumen an. Nie wieder arbeiten zu müssen und sein Leben ganz nach seinen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten, weckt überall auf der Welt Begehrlichkeiten. Doch welche Schritte sind tatsächlich zielführend und welche enthalten nur heiße Luft, häufig verbreitet durch selbsternannte Experten?

Bitcoin als Allheilmittel? 
Gerade in der heutigen Zeit scheinen die Möglichkeiten, finanzielle Freiheit oder wenigstens finanzielle Unabhängigkeit auf herkömmlichem Wege zu erreichen begrenzter denn je. Sparkonten mit Verzinsungen unter 0,25%, Staatsanleihen mit teils negativer Rendite und Aktienmärkte, die vor allem durch Volatilität und Unberechenbarkeit bestechen, scheinen alles andere als ein Garant für finanziellen Erfolg zu sein. Daher ist es nachvollziehbar, dass sich immer mehr Anleger auf vermeintliche Goldgruben wie Bitcoin stürzen, die schnellen und unkomplizierten Reichtum versprechen. Doch ob bzw. wie lange diese Entwicklung anhalten wird, lässt sich nicht sagen. Wenn uns die Geschichte jedoch eins gezeigt hat, dann dass die Märkte keine Einbahnstraße sind. Was überdurchschnittlich steigt, fällt häufig umso tiefer. Eine Wahrheit die zurzeit auch viele Bitcoin Anleger – zumindest jene, die erst kurzfristig eingestiegen sind – auf die harte Tour lernen mussten. Gerade in solchen Zeiten ist es besonders wichtig, sich einen der zentralen Leitsätze Warren Buffetts ins Gedächtnis zurückzurufen: “Wenn alle gierig werden, werdet ängstlich. Wenn alle ängstlich werden, werdet gierig.”

Auch Potenzial von Versicherungen und Pensionsfonds begrenzt
Gleichzeitig ist es wohl wenig überraschend, dass auch Versicherungen und Pensionsfonds nicht zum gewünschten Erfolg führen. Auch wenn sie in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle einnehmen, sind sie doch kein geeignetes Mittel auf dem Weg zu Wohlstand. Zu niedrig fallen die Renditen und Erträge aus und zu wenig Flexibilität bietet der Gesetzgeber bei ihrer Ausgestaltung. Einzig als Ergänzung der Ruhestandsplanung stellen sie eine wichtige Säule dar. Insbesondere in Zeiten, in denen auf die gesetzliche Rente immer weniger Verlass ist und für viele der Geldmangel im Ruhestand zunehmend wahrscheinlicher wird. 

Zurück zu den Wurzeln
Auch wenn es viele Anleger nur ungerne hören: Der Weg hin zur finanziellen Freiheit war nie einfach und wird es auch nie sein. Der sicherste Weg führt gestern wie heute über harte und smarte Arbeit (= Erhöhung der Einnahmen), Sparsamkeit (= Reduzierung der Ausgaben), sowie finanzielle Bildung (= clever investieren). Wer diesem Weg konsequent folgt, wird langfristig sowohl über den nötigen Kapitalhebel, als auch über das erforderliche Wissen verfügen, um an den Kapitalmärkten nachhaltig erfolgreich zu sein.

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