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Auf der Suche nach Ratschlägen für Aktien-Investments dauert es in der Regel nicht lange, bis man in den Weiten des Internets auf Traumrenditen versprechende und doch gleichzeitig durchaus unmoralische Tipps und Anlagestrategien stößt. Eine dieser Strategien ist das sogenannte Death Spiral Investing – die “Todesspirale”. Dabei handelt es sich um eine Methode, mit der Investmentbanker reich und Unternehmen regelrecht vernichtet werden können.

So funktioniert die Todesspirale

Beim sogenannten Death Spiral Investing suchen Investoren zunächst nach Unternehmen, die kurz vor einem finanziellen Zusammenbruch stehen. Diesen wird dann ein Darlehen – gewissermaßen als letzter Strohhalm vor der Pleite – angeboten, bei dem laut den vereinbaren Konditionen die Rückzahlung des Kreditbetrags nicht in bar bzw. in Buchgeld, sondern mit Wertpapieren des Unternehmens zu erfolgen hat. Der dafür zu veranschlagende Rückzahlungsbetrag liegt oft deutlich über der Höhe des eigentlichen Darlehens. In der Folge versucht der kreditgebende Investor dann, den Aktienkurs des Schuldners nach unten zu treiben, um im Zeitpunkt der Rückzahlung entsprechend eine höhere Anzahl an Aktien zu erhalten. Als Strategie hierfür dienen Leerverkäufe, durch die der Kurs verlässlich in die Knie gezwungen wird. Sobald eine sogenannte Death Spiral auf dem Börsenparkett erst einmal bekannt geworden ist, springen weitere Investoren auf diesen Zug auf, da sie ein sicheres Investment wittern. Auf diese Art und Weise kann der Börsenwert eines Unternehmens mit sich beschleunigender Dramatik – daher der Name Todesspirale – in den Abgrund gestürzt werden. Sofern es nicht zum kompletten Verlust der Unternehmenseigner durch eine Liquidation kommt, können die Akteure hinter einer Todesspirale meist immerhin die Aktienmehrheit an einem Unternehmen zu niedrigen Kosten an sich reißen.

Nur etwas für Profis ohne Skrupel

Das Death Spiral Investing ist zwar per se nicht illegal, es benötigt aber durchaus das Fingerspitzengefühl und die moralische Skrupellosigkeit echter Wall Street-Börsenprofis. Immerhin ist bei einem Kollaps des auf diese Art und Weise in die Zange genommenen Unternehmens auch ein kompletter Verlust der Investition durch den totalen Kursabsturz möglich. Das gilt insbesondere für die Investoren, die bei vollem Risiko nur als “Trittbrettfahrer” auf den Zug mit aufspringen. Sollten Sie also durch einen fragwürdigen Börsen-Newsletter auf die Möglichkeit einer Todesspirale aufmerksam gemacht werden, so ist diese Anlagestrategie durchaus mit sehr viel Vorsicht zu genießen.

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Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
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