Das Thema Altersarmut ist nicht langweilig sondern sehr brisant

Die Rente ist für die kommenden Rentnergenerationen längst nicht mehr sicher. Inzwischen dürfte das jeder Betroffene begriffen haben. In den USA etwa steht das System der Alterssicherung für kommende Rentner bereits vor dem Kollaps. Und auch in Deutschland sind zukünftige Rentnergenerationen armutsgefährdet. Die bittere Wahrheit lautet: Die staatliche Rentenpolitik ist wohl gescheitert.

US-Rentner erwarten massive Probleme

Aus den Vereinigten Staaten schwappt ein neuer Trend über den Atlantik. Dort befinden sich die Rentner der Zukunft in größter Gefahr. Nach ihren eigenen Angaben steht die Rentenversicherung in den Staaten vor dem Kollaps. Noch will es niemand so deutlich aussprechen. Das ist auch gar nicht nötig, denn die Zahlen sprechen für sich. Mehr als 11.000 Menschen gehen Tag für Tag in den USA in Pension. Rund vier Millionen sind es im Jahr. Die Pensionskassen überfordert das ganz offensichtlich. Das könnte für alle zum Risiko werden.

Etwa 941 Milliarden Dollar werden derzeit an Rentenzahlungen in bar an die ungefähr 62 Millionen Rentner ausbezahlt. Weil die Einzahlungen sich auf 997 Milliarden Dollar summieren, sieht die Bilanz noch recht gut aus. Doch schon in naher Zukunft, so ein Treuhänder, werden die Auszahlungen die Einkünfte bei weitem übertreffen. Bereits im Jahr 2034 wird das Vermögen aufgezehrt sein.

Auch Deutschland bleibt von Problemen bei der Rente nicht verschont

Ein Problem der Rentenpolitik ist die demographische Entwicklung. In den USA zahlten im Jahr 2017 statistisch gesehen 2,8 Arbeitnehmer für einen Rentner. Im Jahr 2007 waren es noch 3,3 Arbeitnehmer, bis 2025 sinkt das Verhältnis auf unter zwei Arbeitnehmer pro Pensionär. In Deutschland sieht es übrigens nicht anders aus. Denn auch hier droht ganz real die Altersarmut. Festmachen kann man das zum Beispiel mit einem Blick auf das Rentenniveau: Bekam im Jahr 1990 ein Durchschnittsverdiener noch 55 Prozent seines Nettoeinkommens als Rente, lag das Rentenniveau 2016 bereits bei nur noch 48 Prozent. Und es wird weiter sinken!

Bittere Analyse

“Wer als Arbeitnehmer arm war, ist es mit der Rente erst recht”, lauten die Kommentare auf derartige Meldungen. “Erst versprach Norbert Blüm, dass die Rente sicher sei. Kurze Zeit später wurden Teile der Rentenkassen privatisiert und damit ausgeplündert.” Bedenken Sie: Die falsche Rentenpolitik ist nur ein Problem. Selbst wenn Sie eine durchschnittlich gute Rente erwarten. Die Inflation – im Jahr 2017 betrug sie 1,8 Prozent – wird zusätzlich am Rentenniveau zehren.

Denn Ihr Geld verliert an Wert. Aus 2.000 Euro pro Monat Rente werden in zehn Jahren bei einer Inflation von 1,4 Prozent aus der Perspektive der Kaufkraft 1740,41 Euro. In 20 Jahren sind es nur noch 1.514,51 Euro. Wie also ist Ihre Sicht auf die Rentenpolitik und die drohende Altersarmut? Reden Sie mit, wenn es um die Rente geht. Denn es ist Ihr Geld und Ihre Zukunft.

Hubert Beck

Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
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