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Mit ihrer lockeren Geldpolitik der quasi nicht existenten Zinsen hat die EZB über Jahre hinweg nicht nur unglaubliche Mengen an Liquidität in die Märkte gepumpt, sondern auch erfolgreich für eine weitgehende Abschaffung der Rentabilität des klassischen Banksparens gesorgt. In dieser Situation verspricht eine Anlage in sogenanntes “Betongold” vielen Menschen ein ruhiges Gewissen in Bezug auf die Altersvorsorge, da der Immobilienmarkt traditionell als relativ sichere Anlageform gilt. Doch ist diese Annahme im aktuellen Marktumfeld wirklich noch gültig oder haben wir es längst mit einer Immobilienblase zu tun?

Gründe für den Boom der Immobilienbranche

Die jahrelange Niedrigzinsphase aufgrund der geldpolitischen Maßnahmen der EZB hat dafür gesorgt, dass sich das klassische Banksparen mit einem Sparbuch oder Festgeldkonto in den meisten Fällen nicht mehr lohnt. Im Gegenteil, die Inflation lässt manche Bankguthaben sogar schneller an realem Wert im Sinne von Kaufkraft verlieren, als diese überhaupt Zinsen ansammeln könnten. So wird die ohnehin schon riesige Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland derzeit in rapider Geschwindigkeit vergrößert, da die politischen Weichenstellungen in dieser Situation de facto für eine Vermögensumverteilung von unten nach oben sorgen. Es ist also kein Wunder, dass sich gerade der Mittelstand nun schon über Jahre auf die Investition von finanziellen Rücklagen in eine Immobilie konzentriert hat – selbst dann, wenn diese zu eigentlich überhöhten Preisen auf dem Markt angeboten wurde. Die Politik hat hierbei nicht gegengesteuert, sondern mit dem missglückten Baukindergeld sogar noch ein Instrument geschaffen, das die bestehenden Probleme verstärkt.

Angespartes Geld sichern und für sich arbeiten lassen

Obwohl Sparbücher und ähnliche Klassiker des Banksparens schon seit Jahren nicht mehr als rentable Anlageformen für angespartes Geld gelten, hat dies in Deutschland kurioserweise noch nicht zu einem flächendeckenden Umdenken beim Thema Vermögensaufbau und Altersvorsorge geführt. Vielmehr schlummern Millionen und Milliarden an privaten Guthaben nahezu unverzinst auf Girokonten, da sich angesichts der geschrumpften Sparzinsen eine Art “Eh schon egal”-Mentalität ausgebreitet hat. Dabei bieten sich auch aktuell durchaus Chancen, um angespartes Geld erfolgreich für sich arbeiten zu lassen.

Betongold in verschiedenen Varianten

Die Zeichen der Zeit werden von vielen Experten derzeit durchaus so gedeutet, dass die sich aufbauende Immobilienblase in naher Zukunft platzen könnte. Allerdings kann es durchaus einen Unterschied machen, in welche Art einer Immobilie im Einzelfall investiert wurde oder ob es sich bei der Investition in das Betongold um ein Finanzprodukt mit Koppelung an den Immobilienmarkt handelt. In den Seminaren des Geld-Lerngangs bekommen Sie das nötige Grundwissen vermittelt, um selbst die Risiken und Chancen einer Investition in Betongold beurteilen und solide Entscheidungen für Ihre finanzielle Absicherung treffen zu können.

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Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
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