Teile diesen Beitrag!

Mit der Vermögensformel kann der Weg zum Vermögensaufbau beschrieben bzw. berechnet werden. Während die Analyse von Megatrends bei der Auswahl geeigneter Wertpapiere für eine langfristige Anlagestrategie sehr wichtig sein kann, sollte der Vermögensformel aufgrund der vielen unsicheren Variablen der langfristigen Wirtschafts- und Finanzentwicklung keine absolute Bedeutung beigemessen werden. Viel wichtiger ist es für private Investoren, die grundlegenden Zusammenhänge der Weltwirtschaft zu verstehen und dementsprechend vernünftige Entscheidungen treffen zu können.

So funktioniert die Vermögensformel

Eigentlich ist es ganz einfach: Mit der Vermögensformel wird außer dem Ansparen von Geld nichts Anderes beschrieben als der Zinseszins-Effekt als “Motor” für den langfristigen Vermögensaufbau. Die Formel lautet entsprechend: Vermögen = Kapital x Rendite x Zeit. Mit dieser Formel lässt sich zum Beispiel grundsätzlich berechnen, wie viel Zeit und Kapital nötig ist, um unter Annahme einer bestimmten Verzinsungsrate zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft über ein vorher festgelegtes Vermögen verfügen zu können. Je nach Zins bzw. Rendite und der zur Verfügung stehenden Zeit können die hierfür monatlich notwendigen Sparraten durchaus sehr unterschiedlich beschaffen sein.

Das Problem mit der Vermögensformel

Über viele Jahre hinweg wurde die Vermögensformel als ein fixes Instrument für die Berechnung bestimmter Prognosen beim Vermögensaufbau betrachtet. Allerdings ist diese Formel nur noch bedingt aussagekräftig, seit die EZB mit einer gefühlt ewig andauernden Niedrigzinsphase die Verzinsung von Anlageformen wie dem Sparbuch quasi in Luft aufgelöst hat. Auch die Entwicklung von Wertpapieren lässt sich in einem volatilen Marktumfeld nicht mehr so einfach vorausberechnen, seit ein unberechenbarer US-Präsident mit jeder Twitter-Nachricht die Börsenkurse beeinflussen kann. Wenn mit dem Zinssatz bzw. der Rendite als Variabler in der Formel nicht mehr verlässlich gerechnet werden kann, so ist sie für eine seriöse Planung der eigenen Altersvorsorge gewissermaßen sinnlos.

Langfristige Megatrends ausfindig machen und für eine hohe Rendite nutzen

Um nach der Vermögensformel überhaupt wieder realistisch Sparziele über Zeiträume von Jahrzehnten hinweg definieren zu können, müssen Wertpapiere und Unternehmen mit wirklich langfristig gesicherten Erfolgschancen auf dem Börsenparkett analysiert werden. Diese finden sich in der Regel im Umfeld sogenannter “Megatrends”, als die derzeit zum Beispiel die Urbanisierung, der Umwelt- und Klimaschutz oder auch der technische Durchbruch im Bereich der Robotik gelten. Erwerben Sie in den Seminaren des Geld-Lerngangs selbst die entsprechende Kompetenz, um Schwachstellen wie die aktuellen Schwächen der Vermögensformel selbst erkennen und umschiffen zu können. So kann selbst in Phasen mit niedrigem Zinsauf angelegtes Festgeld die Erzielung einer ansprechenden Rendite durch die Nutzung entsprechender Megatrends bei der Entscheidung für ein bestimmtes Anlageprodukt möglich sein.

Teile diesen Beitrag!

Hubert Beck

Diplom-Kaufmann (FH) Hubert Beck ist bereits seit über 26 Jahren als Selbstständiger Berater und Autor tätig. Bezogen auf das Thema Geld ist seine Auffassung, dass Geld-Wissen wichtig ist: Wie organisiert man sich finanziell? Womit nimmt man Geld ein, und wofür gibt man es aus? Wie gelingt es, dass sich Geld vermehrt? Wie lässt sich Überschuldung verhindern? Wie zieht man sich aus einem wirtschaftlichen Tief wieder nach oben?
Hubert Beck
5.00 avg. rating (98% score) - 1 vote